Home
Unser Hund
Auf 2 bis 3 Rädern
Kontakt
Fotogalerie


Jedes Kind führt mit seinen Eltern irgend wann einmal eine Diskussion mit dem Inhalt "Ich will einen Hund haben -bitte!!!" Wenn es dann gleich drei Kinder sind, die ihren Wunsch äußern, wird die Diskussion nicht einfacher, hinzu kommt, dass man ja selbst auch mal Kind war.

Um unsere nicht unerhebliche zoologische Sammlung also zu vervollständigen, machten wir  uns im Internet auf die Suche nach einem geeigneten Vierbeiner. Eine Tier von einem Züchter kam aus "moralischen Erwägungen" nicht infrage - es sollte ein Tierheim-Hund sein, aber kein Welpe. Die Tierheime in unserer Umgebung  sind alle mit  Webseiten  vertreten, daher war eine gewisse Angebot schon vorhanden.   Beim Blättern im Internet blieb ich dann wie hypnotisiert an einer Anzeige kleben - Rocco

Als kinderlieb und katzenfreundlich angepriesen, sahen wir uns den Burschen in der Tiernothilfe Breuna am übernächsten Tag an. Schwanzwedelnd und bellend begrüßte uns ein weizenfarbener Mischlingsrüde, der stark an einen Fuchs erinnert, am Zaun der  Tiernothilfe.

Er war doch etwas größer als beschrieben, im Gegensatz zu meiner  Frau störte mich das jedoch keineswegs. Zu diesem  Zeitpunkt war er schätzungsweise 2,5 Jahre alt. Er stammte aus einem Gehöft im Landkreis Kassel, in dem er, eine Hündin und zwei  Welpen aber nicht artgerecht gehalten wurde und nach Einschreitung des Tierschutzvereins konfisziert wurde.


Rocco uns sein Welpe    

Die anfängliche Begeisterung einen Hund auszusuchen wich zunächst der puren Angst der Kinder, die hundeunerfahren nun ihrem neuen  Familienmitglied gegenüberstanden. Nach einem Tag Bedenkzeit -die Freude auf einen Hund war stärker als die Angst-  waren nur die Formalitäten noch zu regeln, Rocco wurde auf Empfehlung des Tierheimes noch kastriert und 5 Tage später holten wir ihn ab.


Das Bild zeigt Rocco beim Abschied von seinem Pflegefrauchen in der Tiernothilfe.  

Rocco gewöhnt sich schnell an uns und wir uns an ihn. Er war trotz gewisser Bedenken seitens des Tierheimes stubenrein. Die Kinder verloren innerhalb weniger Tage sämtliche Scheu und Angst vor Rocco, und in dem Hund wuchs ein  gewisser Beschützerinstinkt heran. Der jüngsten Tochter darf sich in seinem Beisein niemand nähern, insgesamt passt er  sehr gut auf, dass niemand den Kindern etwas antut. Allein der Versuch von uns Eltern, spielerisch den Kindern hinterherzulaufen quittiert er mit wildem Gebell und anderen Drohgebärden.   Da ich mich mit dem Besuch einer Hundeschule nicht recht anfreunden konnte, besorgte ich mir umfangreiche Fachliteratur  und entschied mich für das sog. Klickertraining, um seine Erziehung etwas zu erweitern. Nach einigen Wochen beherrschter er, der vorher nur widerwillig gehorchte, etliche Kommandos; Sitz, Platz, Bleib, Komm. Im Laufe der nächsten Wochen haben wir fleißig weitergeübt, auf Kommando holt und bringt er jetzt Bälle, springt durch  einen Reifen, macht eine Rolle, dreht sich auf den Rücken, gibt Pfötchen und stellt sich tot.



Das erste Weihnachtsfest mit Hund war für uns besonders schön.    

Rocco hat ein unglaubliches Temperament. Er liebt es, neben dem Fahrrad herzulaufen, bzw. es zu ziehen. Auch das Ziehen  eines Handwagens mit zwei Kindern drin ist kein ernsthaftes Problem für ihn, beliebt bei Kind und Hund ist daher der 1. Mai mit seinen Bollerwagentouren. Roccos extreme Bewegungsfreude hat mich dann wohl auch inspiriert und motiviert  mit dem Laufen anzufangen. Von allein hätte ich mich sicherlich nicht dazu durchgerungen.  

 

Roccos Sprungkraft ist enorm.

Im Mai 2003 nahmen wir just for fun an einem Hunderennen eines Hundesportvereines in Volkmarsen teil. Dass Rocco nicht langsam ist, wussten wir ja. Aber dass er am Ende der Veranstaltung Sieger sein  und einen neuen Streckenrekord aufstellen würde, war doch überraschend. 50 Meter in 3,82 Sekunden - wau! Inzwischen (Juni 2005 hat er das Rennen vier mal in Folge gewonnen und zuletzt einen neuen Rekord aufgestellt: 3,61 Sekunden).



Ein Bild von der Siegerehrung. Mann, was waren wir stolz auf unseren Rocco.



Die Anschaffung unseres Vierbeiners haben wir nicht bereut. Er gehört einfach dazu.

Es gibt, wie in den diversen Disney-Filmen, im richtigen Leben auch für Hunde manchmal ein Happy End.




 
Top