
Nach dem Verkauf meiner Katana musste der freie Platz in der Garage wieder gefüllt werden. Rückwirkend betrachtet hätte ich mich von meiner silbernen GN250 vielleicht doch nicht trennen sollen.
Daher wurde die Idee geboren, eine neue "alte" oder alte "neue" GN aufzubauen. Nicht original, sondern mit den Veränderungen, die sich schon bei der Solo-GN und der Gespann-GN bewährt haben.
Den Grundstein dafür stellt ein entsprechender Motorradrahmen dar. Hier hat sich ein netter Freund bereit erklärt, mir diesen abzutreten.
Nach und nach werde ich auf dieser Seite hier über den Fortgang der Arbeiten berichten.
Es geht los...
Am 03.06.2010 habe ich einen GN250-Rahmen aus 1985 bei einem Freund aus dem Gn-Forum angeholt.
Am 07.06.2010 ist der Rahmen gesandstrahlt worden, um ihn anschliessend pulverbeschichten lassen zu können. So sind auch die rostigen bzw. gammeligen Stellen am Rahmen bis in den letzten Winkel gesäubert worden.
Meine neue GN
Rahmen und Schwinge sind sandgestrahlt worden
Der Rahmen wurde pulverbeschichtet, ebenso die Schwinge.
Nach und nach fanden die diversen Anbauteile wieder ihren Platz am Rahmen.
Der Zusammenbau selbst gestaltete sich als relativ problemlos. Da ich einen grösseren Tank verwenden wollte und einen kleineren Scheinwerfer bot es sich an, das Kabelgewirr aus dem Lampentopf unter den Tank zu verbannen. Wegen des grösseren und somit auch längeren Tanks mußte die Sitzbank gekürzt werden. Der Tank, den ich besorgt hatte, hatte zufällig sie selbe Farbe, wie die Seitendeckel. Auf den nachfolgenden Bildern ist die GN in fast fertigem Zustand zu sehen.


Mit breiterem Lenker, dem grösseren Tank, der vorverlegten Fussrastenanlage, den kleineren Blinkern und diversen verchromten Anbauteilen näherte sich die Optik allmählich, so wie ich mir das vorgestellt hatte. Lediglich die zu klobige Sitzbank wirkte einfach zu wuchtig.
Im direkten Vergleich wird der Unterschied zwischen den Sitzbänken sehr deutlich.
Anfang August hatte ich einen Termin beim TÜV, um die Änderungen abnehmen zu lassen und in die Kraftfahrzeugpapiere eingetragen zu bekommen. Es hatte alles problemlos geklappt. Die ersten Probefahrten waren zufriedenstellend, aber der Motor gab eine relativ laute mechanische Geräuschkulisse von sich. Kurze Zeit später hatte ich aufgrund eines Montagefehlers vom Anlasserfreilauf, den einer der Vorbesitzer des Motors verbrochen hatte, einen unschönen "Getriebeschaden".
Glücklicherweise liess sich der Defekt durch Demontage des Lichtmaschienendeckels und Austausch von zwei Zahnrädern, des Polrades nebst Anlasserfreilauf und einem neuen Anlasser beheben.
Längere Zeit hatte ich mich mit der Frage der Farbgestalltung der GN beschäftigt. Ich schwankte zwischen mattschwarz und perlutweiß. Letztlich habe ich mich dann für galapagosanthrazitmetallic entschieden. Das ist eine Farbe, die ich zufällig an einem VW Tuareg sah, und die mir ausserordentlich gut gefiel.
Die Suche nach der passenden Sitzbank war auch nicht einfach. Vom der Optik her hätte ich am liebsten die Sitzbank wie an meiner silbernen Suzuki GN verbaut, die war aber, ehlich gesagt, schon sehr unbequem auf längeren Strecken wegen der dünnen Polsterung. Gelandet bin ich dann bei der Sitzbank einer Suzuki Sportster, die nach einer Einkürzung relativ gut passte. Sie verjüngt sich zum Ende hin und läuft relativ flach nach hinten aus und bitet einen annehmbaren Sitzkomfort.
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