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Newsticker: Die Seite www.gn-fahrer.de ist leider nicht immer erreichbar, die alternative Webseite lautet: www.gn-club.de

Alljährlich im Frühjahr kommen Sie wieder zum Vorschein, die Motorradfahrer mit Ihren Maschinen, die Mopedfahrer, die Roller. So auch in 2001, als mein Interesse für diese Fortbewegungsmittel geweckt wurde, nach über 20 Jahren Tiefschlaf.



Die beiden oberen Fotos zeigen den aktuellen Zustand der GN, bis ich sie am 24.10.2008 an ihren neuen Besitzer übergab.

Wie alles begann..

Mit der Vorstellung, mir für laue Sommerabende einen 50er Roller zu besorgen, ging ich auf die Suche. Aber warum einen Roller, wenn man die "Pappe" für eine größere Kiste besitzt. Also doch Motorrad. Aber welches? Günstig sollte es sein in Anschaffung und Unterhalt, leicht zu warten, ein wenig im Stil meiner Jugendzeit, für Wiedereinsteiger geeignet, kein Raserteil - schwierig. Ohne konkreten Überblick über die möglichen Angebotspaletten blieb ich dann im Internet bei www.mobile.de hängen.

Preis- und kubikorientiert landete ich dann bei den Suzuki GN250. Einen Tag später holte ich die GN von ihrem Vorbesitzer in der Nähe von Alsfeld ab. Mit einem Helm aus den späten Siebzigern, ohne weiteres Equipment wurde die Heimfahrt (Probefahrt und erste Fahrt nach mehr als einem Jahrzehnt) zum Erlebnis der besonderen Art.


So sah meine erste GN direkt nach dem Kauf aus.

Das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft... -trotz der sich der Motor mit knappen 23000 KM Laufleistung dank Öl-Tiefstand und ungenügenden Warmfahrphasen im nächsten Jahr dann immer ungesunder anhörte. Eine Reparatur hätte um die 800 Euros kosten sollen, mehr als der Anschaffungspreis für das Moped. Aber wozu gibt es denn ebay. Eine andere recht gut erhaltene "Unfall-GN" wurde ersteigert und im Kofferaum meines Autos von Berlin nach Wolfhagen geschippert. Mit Minimalkenntnissen transplantierte ich dann einen recht frischen Motor (8000 KM) aus der frontgeschädigten ebay-Maschine in meine erste GN. Auf diese Aktion bin ich, als "Bürohengst", heute noch stolz. Zweifacher Motorausbau und einfacher Motoreinbau in rund 7 Stunden mit Bier und einer Digitalkamera für die  Rekonstruktion.

Den Ersatzteilträger samt schadhaftem Motor habe ich dann an meinen Bruder verschenkt, der aufgrund seines extremen handwerklichen Geschickes aus dem Bastelkram eine fahrbare GN gemacht hat, einschl. der Motorreparatur. Damit ist dann der GN-Virus innerhalb der Familie weitergegeben worden;-). Nicht mehr alleine durch die Gegend zu sausen, macht ja auch viel mehr Spaß.



Im Laufe der Zeit ist ein weiterer Ersatzteilträger dazugekommen und etliche Reserveteile.


Die rote Flut...

Es gibt im Web eine ganz gute GN-Seite, mit Forum und Infos, es fanden sogar schon mehrere GN-Treffen statt, die auf dem Wege sind zur alljählichen Tradition am ersten Juli-Wochenende zu werden: www.gn-club.de.

Die Seite heißt seit Jahren eigentlich www.gn-fahrer.de, aber wegen Sever- und Providerproblemen mußte die Adresse im Dezember 2009 geändert werden.

Die Treffen waren: 2002 in Leipzig, 2003 am Edersee, 2004 in Görlitz, 2005 in Oberzeuzheim, 2006 im Enztal, 2007 in Drage, 2008 in Neunkirchen (Baden).

Die letzten Jahre haben ihre Spuren an meiner GN hinterlassen, ich habe sie etwas umgebaut und insgesamt über 25 Detailänderungen vorgenommen.

Manches sind nur kleine Nebensächlichkeiten, anderes war schon etwas aufwändiger: andere Lackierung, andere Sitzbank, Sissybar, vorverlegte Fußrasten, größerer Tank, etc.


Die GN ist übrigens ohne weiteres Dolomiten-tauglich, wie die "Er-Fahrungen" im Mai 2005 in Südtirol gezeigt haben.

Eine wesentliche Veränderung erfolgte im September 2006. Angebaut wurde ein größerer Tank, und zwar der von der Suzuki GZ 125 Marauder. Mit einem Inhalt von rund 14 Litern gegenüber ursprünglich 10,5 Litern verändert sich die Langstreckentauglichkeit doch um einiges. Dieser Tank ist deutlich breiter, etwas länger und etwas flacher. Dadurch ergibt sich eine schönere Linienführung, das Motorrad wirkt etwas erwachsener. Die Tankhalterungen mußten natürlich angepaßt werden, ebenso die Sitzbank, die nun rund 10 cm kürzer ist. Der TÜV hat diesen Umbau auch abgenommen, ebenso wie die Änderung der Übersetzung (Ritzel vorne).


Originaltank der GN rechts, links der größere Tank der GZ125


Detailfoto der nun harmonischeren Linienführung von Sitzbank zu Tank



Die kleineren Heckblinker passen optimal zum Cateye-Rücklicht


Tigereye-Blinker wirken doch noch etwas harmonischer als die Ochsenaugen

Dank eines Kontaktes, der über das GN-Forum geknüpft wurde, zieren jetzt etliche verchromte Anbauten die GN




Das i-Tüpfelchen der Veränderungen ist der neue Scheinwerfer in Cat-Eye-Form. Echtes H4-Licht bringt eine wesentlich bessere Lichtausbeute als die Originallampe.



Die Liste der Umbauten /Veränderungen:

 

Cat-Eye-Scheinwerfer

breiterer Lenker, Fehling

Chromgriffe

Stahlflexbremsleitung

Tiger-Eye-Blinker vorne

Cat-Eye-Spiegel

Chromabdeckung für Bremsflüssigkeitsbehälter

Chromhalter für Bowdenzüge

Cockpituhr

Choppersitzbank

Vorverlegte Fussrasten

Verchromte Beifahrerfussrasten

verchromter Seitenständer / Hauptständer

Cat-Eye-Blinker hinten

Cat-Eye-Rücklicht

Sissybar

Packtaschenhalter

Ventilkappen

Mod. Schutzblech hinten

Koni-Federbeine hinten

Gabelprotektoren

etliche polierte Teile

Jetkit

Tornadonockenwelle

grösserer Tank

blaue LED-Beleuchtung

Ölthermometer

Zierschrauben

modifizierte Seitendeckel

 und etliches mehr....

Die GN bietet also durchaus eine gute Basis für Veränderungen.


Ich bin viele Jahre rundrum zufrieden mit meiner Siber-Susi unterwegs gewesen. Im Oktober 2008 entschied ich mich dann, sie zu verkaufen. Sie bleibt, bei aller Wehmut, zumindest in der Familie.


Bild oben: Stude des Abschieds: Stefan und seine "neue" GN. So eine hatte ich auch mal.... ;-)

Ein weiteres Kapitel: Eine GN mit Seitenwagen.


 






 
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